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Bukkyō

Ab dem 5. Jahrhundert gelangten buddhistische Einflüsse über Indien, China und das Paekche-Königreich nach Japan. Nur wenige sahen in der Etablierung des Buddhismus (Bukkyō) einen Widerspruch zum herrschenden Shintō-Glauben. Schnell setzte sich die Auffassung durch, dass Buddha lediglich eine weitere Gottheit ähnlich den Kami-Göttern darstellte. Shintō schloss also den Buddhismus mit ein. Die Grundlage für eine friedliche Koexistenz und zeit­weise sogar tiefe Durchdringung war gegeben.

Während der Nara-Zeit (710–784) etwa stand der Buddhismus eher im Zeichen wissenschaftlicher und staatserhaltender Ausrichtung, später zur Heian-Zeit begründete Saichō in Kyoto die japanische Tendai-Schule. Er exerzierte 15 Jahre lang seine Meditations-übungen in der Einsamkeit des Hiei-Berges. In seiner Lehre vereinte er Ansätze verschiedener buddhistischer Schulen mit Elementen der Zen-Meditation. Der Enryaku-Tempel auf dem Hiei-Berg wurde zum Haupttempel der Tendai-Schule – der Berg ist heute noch ein 1A-Ausflugsziel für alle Kyoto Touristen, die es etwas abseits mögen.

Die Ideen des Zen-Buddhismus fanden besonders große Verbreitung in der Kamakura-Zeit. Die Lehre des Zen widmet sich vor allem dem Zustand der geistigen Konzentration. Die berühmteste Zen-Schule wurde die Rinzai-Schule, die im Daitokuji-Tempel in Kyoto beheimatet ist und auch heute noch Mönche ausbildet.

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Shintō

Shintō (oder Shintoismus) ist die ursprüngliche Religion Japans mit einer Vielzahl an Kulten und Glaubensformen. Shintō wird meist mit „Weg der Götter“ übersetzt; erstmals findet sich der Begriff im 6. Jahrhundert, um die einheimische Religion vom neu eingeführten Buddhismus zu unterscheiden.

Shintō hat im Gegensatz zu anderen Religionen kein schriftlich fixiertes Lehrsystem, keinen Begründer und keine zugrunde liegende Dogmatik. Wissen wurde oft mündlich tradiert und Religiösität entwickelte sich aus den übernommenen Bräuchen, Kulten und Gebeten. Ein Jenseits-Glaube ist dem Shintō-Glauben fremd.

Der Ise-Schrein als Ahnen-Schrein des japanischen Kaisers ist der bedeutendste Schrein. Aufgrund der Entstehungsgeschichte können sich lokale Shintō-Bräuche sehr voneinander unterscheiden, die aber allesamt das Fortbestehen der traditionellen japanischen Kultur sichern. Man schätzt die Zahl der Shintō-Schreine im heutigen Japan auf rund 100.000. In Schreine kommen Menschen, die für Unterstützung oder eine bessere Zukunft bitten.

Schrein-Anlage mit rotem Torii
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TOFU

Japan ohne Tofu geht nicht. Weil es traditionell in Japan eigentlich immer Tofu gab, gibt es viele verschiedene Arten und Geschmacksrichtungen, wie zum Beispiel Seiden-Tofu (extra weich), fester Tofu, sehr fester Tofu, eingelegter Tofu oder auch in der Variante Yakitofu (etwas angebrannt/ flambiert).

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Museum des Monats

Museum des Monats: Nationalmuseum Kyoto 京都国立博物館

Das Nationalmuseum Kyoto hat neben den beiden Nationalmuseen in Tokyo und Nara die umfangreichste Sammlung an Kulturschätzen. Die weitläufigen Ausstellungsräume zeigen zahlreiche archäologische Funde, Keramiken, Skulpturen, Gemälde, kunstvolle Kalligraphien, Lack- und Metallarbeiten sowie Textilien. Aus konservatorischen Gründen werden die Exponate alle paar Monate gewechselt.
Bushaltestelle Hakubutsukan Sanjūsangendō-mae, Kyoto

www.kyohaku.go.jp

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Burgen

Best of Burgen: Kumamoto-jō (熊本城)

Die Burg Kumamoto zählt zu den schönsten in Japan. Ursprünglich 1607 von Kiyomasa Katō fertig gestellt, brannte die Burg 1877 nahezu vollständig nieder. 1960 wurde sie aufwändig rekonstruiert, einige Teile konnten dabei im Original erhalten werden. Hollywood drehte hier später Passagen für „Last Samurai“.
Besonders imposant sind die gewaltigen Steinmauern. Die Burg wurde bei einem Erdbeben 2016 schwer beschädigt – das betrifft auch die Steinmauern des Tenshukaku-Hauptturms sowie die Honmaru-Innenanlagen. Schritt für Schritt wird die Burg wieder aufgebaut: bis alles wieder für die Öffentlichkeit zugänglich ist, werden 20 Jahre vergehen. Bis dahin sind immer nur Teilbereiche zu besichtigen.
Öffnungszeiten 8.30–17.30 Uhr, Eintritt: 500 Yen, 15 Minuten mit der Tram ab JR Kumamoto.


https://castle.kumamoto-guide.jp

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frische @ Hokkaido

Japanische Touristen fahren gerne für kulinarische Kurztrips nach Hokkaido, um Sushi zu essen – denn im kühleren Hokkaidō gilt der Fisch als besonders frisch und lecker. Besonders attraktiv in Hokkaidō ist dazu die große Auswahl an Fisch und landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Die Spezialitäten sind hier vor allem Lachs, Spargel, Krabben und Sapporo Rāmen.

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KONBU

Konbu ist Seetang und besonders wichtig für das Shojin Ryori: verwendet man nämlich Konbu anstelle von Katsuobushi für die Herstellung von Dashi, hat man plätzlich eine leckere vegane Dashi-Variante.

Das Dashi für Kaiseki Ryori wird mit Konbu und Katsuobushi gemacht, für den vollen umami-Geschmack. Konbu muss aus Hokkaido kommen, denn das Konbu aus dem kalten Meer ist am leckersten.

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Shōjin Ryōri

Vegetarisch & total lecker: das traditionelle Shōjin Ryōri ist nicht nur für Vegetarier ein Erlebnis und echter Gaumenschmaus. Wer noch immer denkt, dass vegetarisch kochen nicht abwechslungsreich und nuancenreich sein kann, der sollte vor allem in der Kansai-Region rund um Kyoto und den Kōyasan das Shōjin Ryōri probieren. Shōjin Ryōri hat seinen Ursprung im Buddhismus und ist die klassische Mönchsküche, die in Einklang mit der Natur und dem Buddhismus stehen. Die Gerichte werden ohne Fleisch, Fisch, Knoblauch und Zwiebeln zubereitet. Spezialität auf dem Kōyasan ist zum Beispiel Gomadofu (Sesam-Tofu) oder auch Kōyadofu (Kōya-Tofu), dazu gibt es viele leckere Schälchen mit etwa Miso-Suppe, Tempura und viel saisonalem Gemüse.

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KANSO ENOKI

Getrocknete Enoki-Pilze. Leckere Beigabe für die Miso-Suppe.

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SCHRIFT

Die japanische Schrift setzt sich aus Hiragana-, Katakana- und chinesischen Kanji-Zeichen zusammen – Kanji-Zeichen sind dabei die komplexesten. Japanische Kinder lernen in ihren sechs Grundschuljahren die Kanji jahrelang, nach und nach – sich hier „mal schnell“ einen Überblick zu verschaffen, funktioniert nicht. Trotzdem kommt man im touristischen Japan gut zurecht, denn auf den wichtigen Tafeln – wie Verkehrsschildern, Anzeigetafeln, Wegweisern etc. – findet sich neben dem Japanischen eine Umschrift in lateinische Buchstaben: Romaji genannt. Dies erleichtert die Orientierung für alle.


Bahnhof Ueno. Ausgang U-Bahn.
Wegweiser im Bahnhof Ueno Station

Tsukiji-Station, EIngang Nr. 1
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MIBUNA TSUKEMONO

Mibuna ist spezielles Gemüse aus Kyoto, das man oft roh als Salat serviert bekommt. Mibuna gibt es auch gekocht, als Zutat in der Hausmacherküche Kyotos oder in der eingelegten Variante als Tsukemono.

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Ginza Six 銀座シックス

Das Gebäude Ginza Six ist der neue Hot-Spot fürs Shopping in Ginza. Seit 1924 stand an der Stelle der Matsuzakaya Department Store, jetzt gibt es modernstes Shopping und dazu viele exklusive Büroetagen. Auch das traditionsreiche Kanze-Noh-Theater befindet sich nun in Ginza Six. Erholsam ist der 4000 Quadratmeter große Dachgarten.


ANFAHRT
Ginza Station. 6-10-1 Ginza, Chūō-ku, Tel. 6891-3390, https://ginza6.tokyo


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RAMUNE

Ramune ist eine in Japan weit verbreitete Süßigkeit: eine Mischung aus Bonbon und Traubenzucker, zergeht im Mund und ist besonders beliebt bei Kindern.

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NAGANOS KÜCHE

Jede Region in Japan isst anders: Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen in Japan spielen Meeresfrüchte aufgrund der geografischen Lage Naganos keine große Rolle auf der Speisekarte. Auch Viehzucht war in der bergigen Region traditionell kaum möglich, sodass sich einige ganz eigene und gewöhnungsbedürftige Gerichte entwickelten: Hachinoko sind in Honig zubereitete Bienenlarven, Inago sind Heuschrecken in Soja-Sauce, Basashi ist rohes Pferdefleisch, das als Sashimi gegessen wird. Spezialität der Region ist Shinshū Soba, das gern als bestes Soba neben Izumo Soba angesehen wird. Es ist ein bisschen gräulich und dünner als gewöhnliches Soba.

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NANO HANA

Nano Hana sind Rapsblumen und ein typisches Frühlingsgemüse in Japan. Man blanchiert das Gemüse kurz und isst es mit einer Dashi-Sauce.

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AMEYOKO BEI NACHT

Tagsüber herrscht auf dem Ameyoko-Markt immer dichtes Gedränge mit echter Marktatmosphäre. Es gibt Lebensmittel, Süßigkeiten, Kleider, Krimskrams. Ursprünglich war hier nach dem 2. Weltkrieg der erste Schwarzmarkt Japans entstanden – heute verleihen die Verkäufer und Marktschreier der engen Gasse immer noch einen rauen und schrillen Charme. In letzter Zeit ist der Ameyoko-Markt mit seinen Gassen auch abends extrem angesagt – hier isst und trinkt man gerne auf der Straße.



ANFAHRT
JR Ueno, Südausgang oder JR Okachimachi, Nordausgang. Vor dem Ueno-Park gelegen, parallel zur Yamanote-Linie und zwischen den Stationen Okachimachi und Ueno.

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ASAKUSA TOURISTENINFO

Wer das Gedränge vor dem Sensōji-Tempel scheut, der sollte einen Blick in die gegenüberliegende Touristeninformation werfen. Hier gibt es im 8. Stock ein schönes Cafe mitsamt kostenloser Aussichtsplattform, von der aus man das Treiben im Sensōji-Tempel ungestört beobachten kann. Ganz nebenbei hat man den Skytree perfekt im Blick.

Aussichtsplattform in der Asakusa Touristeninformation

Blick auf den Sensōji-Tempel

Den Skytree im Blick…

ANFAHRT
Asakusa Culture Tourist Information Center, direkt an der Asakusa Station vor dem Eingangstor zum Sensōji-Tempel gelegen.
2-18-9 Kaminarimon, Taitō-ku, Tel. 3842-5566.


EINTRITT
frei


ÖFFNUNGSZEITEN
täglich 9-20 Uhr

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SHINKANSEN

Strecken innerhalb Japans legt man am besten mit dem Shinkansen zurück – das Streckennetz reicht von Sapporo auf Hokkaido bis hinunter nach Kagoshima im Süden Kyushus. Mit dem Shinkansen zu fahren ist ein Erlebnis, ist klimafreundlich – und meist auch schneller als ein vergleichbarer Flug.

Der Shinkansen ist ein echter Hochgeschwindigkeitszug: für die Strecke zum Beispiel zwischen Tokyo und Kyoto – 513 Kilometer – benötigt man gerade mal etwas mehr als zwei Stunden. Das bedeutet auch, dass man nicht an jedem Bahnhof unterwegs anhält. Sehr angenehm. Servicemitarbeiter bringen Getränke und Snacks an die Plätze, zwischen den Abteilen gibt es winzige Raucherkabinen mit Absaugvorrichtungen: 2-3 Raucher können hier immer eintreten und nebeneinander stehend rauchen.

Japan Railways, der Betreiber des Shinkansen, setzt auf den Strecken verschiedene Zugtypen ein: mit dem JR Rail Pass darf man alle Shinkanse-Typen außer dem Nozomi und den Mizuho benutzen.

Jeder Shinkansen verfügt über reservierbare und nicht-reservierbare Abteile.

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KASHIWA-MOCHI

Mochi (Reiskuchen) eingewickelt im Kashiwa-Blatt (Blatt der japanischen Kaisereiche)

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YAMABUKI

Stangengemüse, das gekocht wird. Ein typisches Frühlingsgemüse.

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HANA KATSUO

Katsuobushi, ganz fein gehobelt und blumenmäßig aufgefächert (Hana). Wird in Japans Küche gern verwendet, um feines Dashi zu machen oder einfach als feines Topping. Entfaltet das volle umami..