RUND UM TOKYO

Nikkō 日光

Nikkō liegt eineinhalb Zugstunden nördlich von Tokyo – und zählt damit zu den beliebtesten Ausflugszielen der Tokyoter. Nikkō ist reich an Kultur und Natur: 766 gründete der buddhistische Priester Shōdo Shōnin den ersten Tempel in der Bergregion, in den Jahrhunderten darauf folgten viele weitere religiöse Stätten und prunkvolle Bauten. Nikkō gilt als heiliger Ort des Glaubens, an dem Shintoismus und Buddhismus zusammen praktiziert werden. Vor der Meiji-Zeit war diese Mischung von Shintoismus und Buddhismus durchaus gängig in Japan, ehe die Meiji-Regierung die Trennung anordnete. Natur und Religion finden hier eindrucksvoll zusammen.


Tōshōgū-Schrein

Die meisten Touristen kommen nach Nikkō, um den Tōshōgū-Schrein zu besichtigen – dieser gehört selbstverständlich zum Weltkulturerbe. Der Tōshōgū-Schrein ist das Mausoleum für den ersten Shōgun, Ieyasu Tokugawa. Die Bauarbeiten der riesigen Anlage dauerten viele Jahre, insgesamt zählen 36 Schreine, Tempel und Pagoden zur Anlage. Das Bauvorhaben wurde erst 1636 unter dem Dritten Shogun Iemitsu abgeschlossen. Für den Bau waren rund 140.000 Bäume nötig und es wurden 200.000 japanische Zedern gepflanzt – von denen heute noch 13.000 prächtige Alleen bilden. 

Öffnungszeiten tägl. 8-17 Uhr, Anfahrt von JR Nikkō mit dem Bus bis zur Haltestelle Shinkyō Bus Stop.


In Nikkō unbedingt probieren: Yuba

Um Yuba herzustellen, wird zuerst Sojamilch erhitzt. Dabei bildet sich eine kleine Haut: diese Haut nennt man Nama-Yuba, also „reines Yuba“. Hoshi-Yuba dagegen ist die Sojamilchhaut in getrockneter Form. Für beide Varianten existieren zahlreiche Rezepte – und jedes Restaurant und jede Unterkunft in Nikkō bietet irgendein Gericht mit Yuba an…


Oku-Nikkō

Die Gegend rund um Oku-Nikkō mit dem 2484 Meter hohen Vulkan Nantai-San ist ebenfalls beliebt – um hier inmitten von malerischen Landschaften, Seen und Wasserfällen die Natur zu genießen. Die Region teilt man sich hier mit den wild lebenden Affen. Früher war die abgelegene Bergregion das Refugium für buddhistische Meditation in der Kantō-Region.